Onlinespeicher TrinityBox erhält neue Webseite


Heute haben wird das von uns selbst produzierte Einführungsvideo zur TrinityBox fertiggestellt und mit der neuen Produkt-Webseite www.TrinityBox.de veröffentlicht:

Damit steht jetzt ein passender Webauftritt als umfassende Informationsquelle im Internet zur Verfügung, auf der alles zu lesen ist, was es über die TrinityBox zu wissen gibt.

TrinityBox Webseite

Wir bedanken uns für die umfangreiche Unterstützung und werden auch weiterhin Tipps und Hinweise zu Produkt und Webseite dankbar annehmen!

IT bleibt spannend!

Grüße

Hannes Wilhelm

TrinityBox – die flexible Remote Backup Lösung


Liebe Kunden, Freunde und Interessenten,

ich freue mich, Euch heute unser neues, gerade fertiggestelltes Produkt vorzustellen:

Die TrinityBox

zur Sicherung wichtiger Daten an einem entfernten Standort. Als einfache Remote-Backup Lösung in Eurem Büro oder Serverraum.

Was kann die TrinityBox?
Sie stellt dort, wo sich Ihre wichtigen Daten befinden, ein Netzlaufwerk bereit. Das Netzlaufwerk sorgt einenständig dafür, dass all seine gespeicherten Daten automatisch auf den bereitgestellten Online-Speicher im WorNet Rechenzentrum gesichert werden.

Wie macht sie das?
Die TrinityBox besteht aus drei Komponenten:

  • Einem Gerät, das Netzlaufwerke bereitstellt (NAS), und das Ihnen dauerhaft zur Verfügung gestellt wird.
  • Dem TrinityLink. Ein robuster Prozess zur Übertragung der Daten.
  • Dem WorNet Rechenzentrum in München, das gesicherten Online-Speicherplatz bereitstellt.

Außerdem sind weitere wertvolle Funktionen eingebaut:

  • Bandbreitenmanagement
  • Monitoring
  • TrinityWeb als Informationszentrale
  • Weitere Netzlaufwerke zu Ihrer freien Verfügung
  • Daten-Kurierservice

Für wen ist die TrinityBox geschaffen?
Für Büros, Unternehmen, Praxen, Kanzleien, Selbständige, IT-Dienstleister, Werkstätten, Agenturen, industrielle Betriebe, Handelsunternehmen, öffentliche Einrichtungen, Vertreter,  usw. …
Kurz: für alle, die sicher gehen möchten oder müssen, dass Ihre Daten nicht von einem Standort alleine abhängig sind.

Interesse?
Gerne könnt Ihr euch selbst überzeugen und euch kostenlos eine Demo-TrinityBox zum ausprobieren borgen.

Weitere Informationen findet Ihr auf dem Produktblatt oder auf unserer Homepage.
Natürlich beraten wir Euch gerne auch persönlich am Telefon: 08171-418090

TrinityWeb informiert

IT bleibt spannend!

Viele Grüße
Hannes Wilhelm

Gedanken zum Cloud-Ausfall bei Amazon – Teil II


Hallo, zusammen

Ausfälle haben eine unangenehme Eigenschaft, sie richten sich nicht nach denen, die sie zu verhindern suchen. Vielmehr gehorchen sie Murphys Gesetz: „If anything can go wrong it will.“

Wie kann man sich also gegen den Ärger eines Ausfalls schützen?

  • Durch Service Level Agreements? Die verhindern zwar den Ausfall nicht, aber man fühlt sich zumindest besser im Fall der Fälle.
  • Durch Investition in Höchstverfügbarkeit? Damit reduziert man (hoffentlich) die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls aber auch die Komplexität und die Kosten.
  • Durch Resignation vor dem Unausweichlichen? Ja warum denn eigentlich nicht?

Wenn Fehler ohnehin passieren, kann man sich auch schützen indem man ihnen den Schrecken nimmt. Indem man sie zu einem Teil seiner Kultur macht. Diesen Ansatz liebe ich weil er zutiefst pragmatisch ist und den Fokus auf das Ergebnis lenkt statt auf die Anzahl der 9er in einer Statistik.

Ein Chaos-Affe?

Genau das hat auch der erfolgreiche amerikanische Filmverleiher Netflix getan und den „Chaos Monkey“ erfunden. Der Chaos Monkey ist ein Prozess, der zufallsgesteuert Teile der Netflix-Software beendet. Dieser Prozess läuft ständig im Produktiv-System!

Warum sollte jemand in einer Produktiv-Umgebung soetwas tun? Weil die Fehler ohne den Chaos Monkey ohnehin passieren (nur eben seltener). Der Chaos Monkey hilft den Entwicklern mit Fehler sinnvoll umzugehen, keine falschen Annahmen zu treffen und immer ein sinnvolles Ergebnis zu liefern, egal was schief geht. Denn keiner denkt mehr „das wird schon nicht schiefgehen“, vielmehr hat der Entwickler die Gewissheit, dass der Chaos Monkey auch seinen Code findet. Gleichzeitig werden alle automatischen Prozesse, die Fehler korrigieren, Prozesse neu starten, etc. fortwährend getestet.

So verbessert der Chaos Monkey sowohl die Software-Qualität als auch die Robustheit des Systems. Und das hat dazu beigetragen, dass Netflix den Amazon-Ausfall  unbeschadet überstanden hat, obwohl viele ihrer Server betroffen waren.

Standhaft durch Nachgeben

Ein bisschen erinnert mich das an das Judo-Prinzip „Siegen durch Nachgeben“. Statt seine Prozesse wie Trutzburgen gegen den Ausfall zu stemmen lässt man den Ausfall über sich ergehen und ist schnell wieder einsatzbereit, und geht während dessen bestmöglich damit um. Denn nicht die Ausfall-Statistik entscheidet am Ende des Tages sondern das Gesamtergebnis!

Weitere Interessante Artikel:

IT bleibt spannend,

Christian Eich

Gedanken zum Cloud-Ausfall bei Amazon – Teil I


Hallo, zusammen

Was lernen wir aus dem Ausfall der Amazon Cloud an Ostern?

Am Osterwochenende 2011 gab es einen großen Ausfall in einem der Amazon-Rechenzentren, das virtuelle Rechner als „elastic Cloud“ (EC2) bereitstellt (http://aws.amazon.com/message/65648/). Dabei waren viele Server für mehr als 24 Stunden nicht verfügbar. Bei einem sehr kleinen Teil davon gingen auch Daten unwiederbringlich verloren (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wolkenbruch-bei-Amazon-Datenverlust-in-der-Cloud-1234444.html).

Die technischen Ursachen dieses Ausfalls sind mittlerweile untersucht und Amazon wird sicher Maßnahmen ergreifen. Darüber ist schon hinreichend viel geschrieben worden. Kurz gesagt hat der Ausfall von Netzinfrastruktur die Verbindung zwischen den Datenspeichern gestört, worauf diese riesige Datenmengen auf Ausfallsysteme kopiert haben, was das Netz weiter lahmgelegt hat. Daneben war die Datenmenge wohl auch zu groß für die zur Verfügung stehenden Reservesysteme.

In der Diskussion fehlt mir aber eine allgemeinere Betrachtung der Konsequenzen für die IT-Landschaft und was der einzelne Unternehmer tun kann um sich abzusichern.

Cloud-Rechenzentren sind hochkomplex und nicht unfehlbar

Die veröffentlichte Forensik des Ausfalls ergibt ein Bild der hochkomplexen Redundanzen und Automatismen mit denen Amazon seine Cloud-Dienste ausgestattet hat. Ein Fehler führte zu automatischen Korrekturmaßnahmen, die für den Ausfall einzelner Systeme gedacht waren, aber beim Ausfall größerer Strukturen eine unsinnige Flut von Datentransfers zur Folge hatte.

Ein menschlicher Operator hätte wohl niemals eine solche Masse an Replikations-Aufträgen gleichzeitig gestartet!

Komplexität und Verfügbarkeit sind schwer unter einen Hut zu bringen

Bei WorNet gilt das „KISS-Prinzip“ (Keep it simple and stupid) nachdem insbesondere alles so auszulegen ist, dass der diensthabende Mitarbeiter, der nachts um 2 Uhr aus dem Bett geklingelt wird, die Fehlersuche auch unter Schlafmangel und Stress sicher ausführen kann.

Automatisch dürfen nur triviale Dinge passieren, und dieser Automatismus muss sicher abgeschaltet werden können. Das bedeutet zwar häufigere kleine Ausfälle, die ein Automatismus wohl abgefangen hätte. Aber die großen Ausfälle sind seltener und dauern weniger lange an, da ein Amok-laufender Automatismus die Lage nicht zusätzlich verschlimmert.
Ein Problem am DECIX in Frankfurt hatte zum Beispiel letztes Jahr Auswirkungen auf einen unserer Router in München. Der Operator konnte diesen Router einfach durch Unterbrechung der Stromzufuhr deaktivieren und in Ruhe die Logfiles durchsuchen. Der Betrieb hat sich unmittelbar stabilisiert und die Zahl der betroffenen Systeme wurde so sehr klein gehalten. Erst nachdem der Vorfall verstanden war wurde das System wieder in Betrieb genommen.

Dank „KISS-Prinzip“ mussten wir noch nie mehr als 4 Stunden Ausfall verkraften.

Im zweiten Teil geht es darum welche Bedeutung einzelne Rechenzentren erlangen können und wie man sich als Kunde gegen Ausfälle schützen kann.

IT bleibt spannend,

Euer Christian Eich