Alternative zu PuTTY


Immer das selbe Problem: man sitzt vor einem Windows-Rechner und möchte einen Linux-Server administrieren. Soweit zwar ein ganz normaler Vorgang, aber in Ermangelung einer ssh-fähigen Konsole auf der Windowsseite bleibt einem kaum eine Alternative zum bekannten Terminalprogramm namens PuTTY, um auf Unix-Systeme zu gelangen. Natürlich ist nichts gegen den guten alten Putty einzuwenden, aber trotzdem kann es ziemlich nervig werden wenn man ihn täglich benutzen muss, weil er nicht gerade ein Übermaß an Komfort bietet.

Es gibt eine Alternative namens mRemote.
http://www.mremote.org/

mRemote ist ein freies (GPL) Windows-Programm, das eine Vielzahl an Verbindungsprotokollen beherrscht:
RDP, VNC, SSH, Telnet, Rlogin, HTTP, ICA, externe Applikation  etc…

Linux Konsole

Für die tatsächliche Verbindung verwendet mRemote vorhandene Programme und Bibliotheken.

So kommt im Falle von SSH – ratet mal – PuTTY zum Einsatz! 🙂

Wir ersetzen also PuTTY durch PuTTY und alles wird gut …

Aber wo ist denn da der Vorteil von mRemote?
Beim mRemote kann man für jede eingerichtete Verbindung Daten hinterlegen wie z.B. Logindaten und Fenstergrößen etc.
Außerdem erscheint eine gemeinsame Liste aller eingerichteten Host-Verbindungen, unabhängig von deren Verbindungstyp. Alle Verbindungen können dann per Klick und ohne manuelle Eingabe von Authentifizierungdaten, geöffnet werden. Die offenen Verbindungen stehen in Tabs zur Verfügung und lassen sich somit wesentlich komfortabler bedienen, vor allem  wenn man bei der Arbeit gerne mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet hat. Sehr praktisch ist das.

Windows RDP

Sowohl Installation, als auch Bedienung sind einfach, daher kann man dieses Tool in einer geeigneten Sekunde mal schnell runterladen und testen.

Viele Grüße
Hannes

IT bleibt spannend!

Umfrage: Touch-Eingabe bei beruflich genutzten PCs?


Hallo, zusammen

angesichts der sehr unterschiedlichen Reaktionen auf den Blog über Windows-Tablets interessiert mich Eure Meinung um so mehr.

Daher nun eine kleine Umfrage:

Wem die Antwortmöglichkeiten zu undifferenziert sind, darf natürlich gerne weiter diskutieren 🙂

IT bleibt spannend,

Euer Christian

Aktuelle Windows 7 Tablets für profesionelle Anwender


Hallo, zusammen

Der Tablet-Formfaktor ist faszinierend, jedoch sind die meisten Geräte im Wesentlichen zum konsumieren von Information gedacht. Als Arbeitsgerät taugen sie nur bedingt. Daher habe ich eine Übersicht zusammengestellt, welche aktuellen oder angekündigten Tablets für den Einsatz im Unternehmen taugen. Damit Office, Outlook und eine Geschäftsanwendung flüssig und parallel laufen müssen IMHO folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Betriebssystem: Windows 7
  • leistungsfähiger 64Bit-Prozessor (kein Atom, keine „ollen Kamellen“)
  • mindestens 64 GB SSD
  • RAM-Ausbau bis mindestens 4 GB
  • hochauflösendes Display mit mindestens 1280 Pixel Breite

Fujitsu Lifebook T900

  • aktuell verfügbar
  • Bauform: Convertible
  • günstigstes Modell: Intel Core i3 370M, 2C, 2,4 GHz, 2 GB RAM, 320 GB HDD, W7Pro, ca. 1500 Euro (kein SSD!)
  • Top-Modell: Intel Core i7 640M, 2,8 GHz+Turbo, 2C 4T, 4 GB RAM, 128 GB SSD, W7Pro, UMTS, ca. 2300 Euro
  • 12,1 Zoll, 1280×800 Pixel, Multitouch + Stifteingabe
  • 1,6 kg

Fujitsu Lifebook T580

  • aktuell verfügbar
  • Bauform: Convertible
  • z.B. Intel Core i5 560 UM, 1,33 GHz+Turbo, 2C 4T, 4GB RAM, 128 GB SSD, ca. 1700 Euro
  • 10,1 Zoll, 1366×768 Pixel, 4 Finger Multitouch + Stifteingabe, nur 200 cd/m2, HDMI
  • 1,4 kg

Asus eee Slate EP121

  • angekündigt auf der CES 2011, kein offizielles Datenblatt
  • Bauform: Slate
  • Intel Core i5-470UM, 1,33 GHz+Turbo, 2C 4T, 4 GB RAM, 64 GB SSD
  • 12 Zoll, IPS-Display, Multitouch + Stift

HP EliteBook 2740p Tablet-PC

  • aktuell verfügbar
  • Bauform: Convertible
  • z.B. Intel Core i5 540 M, 2,53 GHz+Turbo, 2C 4T, 4GB RAM, 160 GB SSD, ca. 2000 Euro
  • 12 Zoll, 1280×800 Pixel, Touch + Stifteingabe
  • ca. 1,7 kg

Diskussion und weitere Hinweise sind sehr willkommen!

IT bleibt spannend!

SSD im Notebook nachrüsten und guten Rutsch


Hallo, beisammen

zwischen den Feiertagen habe ich etwas Zeit gehabt und meinen MacBook Pro mit einer SSD ExpressCard erweitert. Es handelt sich um eine Verbatim SSD ExpressCard 64GB, die nahtlos im ExpressCard-Slot verschwindet.

Auf die SSD habe ich meine virtuelle Windows 7 Maschine (VMware Fusion) kopiert und ein paar Tests gemacht:

1. Bootzeit mit Einloggen und Outlook starten (ohne Netzanbindung): 2:45 statt 6:11 Minuten

2. typische IOPS während des Bootens: SSD ca. 250 IPOS, HDD ca. 100 IOPS

3. Sequenzielles Lesen unter MacOS: 111 MB/s SSD und 66 MB/s interne Festplatte

Alles in allem eine lohnende Sache, insbesondere wenn der Plattenplatz ohnehin knapp wird und die Festplatte schon betagt ist.

Damit verabschlieden wir uns für dieses Jahr und wünschen allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!

mit vernetzten Grüßen,

Christian

Dünne Klienten


oder Thin-Clients sind doch eigentlich schon immer zu langsam, wenig effizient, zu eingeschränkt, kaum komfortabel, irgendwie ätzend und letztendlich doch nicht signifikant billiger als die üblichen Arbeitsplatz-PCs gewesen oder?!

Dass das heutzutage ganz anders ist habe ich selbst erst kürzlich am eigenen Leib erfahren.
Nachdem ich zwei Tage lang bei einem Kunden an einem PC gesessen und ein Monitoring System eingerichtet hatte, fiel mir erst dieses Zigarrettenschachtel großes schwarze Kistchen auf meinem Schreibtisch auf, an das sowohl mein Monitor, als auch Tastatur und Maus angesteckt zu sein schienen. Wie jetzt …? Hatte ich etwa die ganze Zeit auf einem Thin Client Terminal gearbeitet und es nicht bemerkt? Als Informatiker? Das war mir anfangs fast peinlich! Muss es aber nicht! Weil es dafür einfach zu gut funktioniert.

Wie funktioniert es?
Die kleinen Kistchen sind Thin-Clients und sprechen Remote-Desktop-Protokoll (RDP) mit einem MS-Terminalserver. Jeder Mitarbeiter hat also seine eigene Windows-Session auf dem Terminalserver. Dort läuft die Software und alle Daten liegen auf den Storage-Devices des Servers. Der Thin-Client stellt lediglich die Kommunikation mit den Geräten am Arbeitsplatz (Maus, Tastatur und Monitor) zur Verfügung. Dabei ist sogar eine Hardware Grafikbeschleunigung eingebaut, welche die flüssige Darstellung von 2D-Inhalten wie Fenstern auf den Clients ermöglicht. Selbstverständlich kommt man jedoch nicht umhin darauf hinzuweisen, dass zunächst keine optischen Laufwerke oder USB-Geräte zur Verfügung stehen. Viele Thin-Client Terminals besitzen zwar USB-Anschlüsse, die man aber vermutlich nicht „scharf“ schalten möchte, so dass mit jedem angesteckten Gerät ein weiterer Treiber auf dem zentralen Server installiert wird. Sowas macht eine Windows-Maschine erfahrungsgemäß nicht lange mit, selbst wenn es sich um den Server 2008 handelt.

Spart es wirklich Aufwand und Geld?
Wir glauben schon!
Natürlich spart man zuerst mal an Hardware. Ein Areitsplatz-PC kostet ca. 500€ (ohne Software und Peripherie) während man für ein Terminal, z.B. von „Axel“, nicht mehr als 200€ löhnen muss. Demgegenüber stehen Mehrkosten für einen etwas leistungsstärkeren und ggf. redundant ausgelegten Terminalserver.
Software würde nicht mehr verteilt, sondern einmal für alle auf dem Server installiert werden. Bei den Softwarelizenzen selbst kann man kaum sparen, da sowohl Terminallizenzen selbst, als auch Office-Pakete für Terminalserver ebenfalls pro User lizenziert werden müssen und in etwa genauso kostspielig sind wie solche für den gewöhnlichen Arbeitsplatz-PC.
Für den laufenden Betrieb ist zu erwarten, dass sich der Aufwand für den Betrieb der Hardware gravierend reduziert, da sich in den kleinen Terminal-Gehäusen ohnehin wenig Innenleben und vor allem keinerlei mechanisch bewegliche Bauteile befinden. Ähnlich sieht es bei der Instandhaltung und Wartung der Software aus. In welchem Umfang allerdings eine Zentrale Installation weniger Arbeit macht, als viele Kleine, muss sich für uns erst noch im Langzeitbetrieb herausstellen.
Übrigens spart der geringe Stromverbrauch der Terminals von nur 3 Watt, mindestens 25€ pro Jahr und Arbeitsplatz. :-).
Alles in allem gibt es also durchaus Potential für eine Renaissance des Thin Clients.

Wenn es wirklich so toll funktioniert, warum machen es dann nicht schon lange alle so?
Gute Frage! Thin-Clients gibt es schon lange. Allerdings konnte erst der Windows 2003 Enterprise Server (oder Win 2000 Datacenter Server 🙂 ) genügend RAM adressieren, damit auch nennenswert Terminal-Clients auf dem Server versorgt werden können. Spätestens mit dem 2008er Server ist der RAM-Ausbau aber kein Thema mehr. So kann man an einem Terminalserver mit 32GB RAM angeblich leicht an die hundert Clients betreiben. Auf einem Terminalserver eines unserer Kunden verbraten ca. 30 laufende Thin-Clients insgesamt lediglich ca. 10GB RAM auf dem Terminal-Server. Andere Gründe für die zurückhaltende Verbreitung könnten auch mangelndes Vertrauen in diese Technik oder einfach schlechte Erfahrungen der IT-Mitarbeiter sein. Letztere könnten den derzeitigen Stand dieser Technik jedoch gerne nocheinmal zum Beispiel im Zuge einer Server-Virtualisierung als günstige Kombination überprüfen.

Wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass man in Zukunft wieder etwas mehr zum Thema „Thin Client“ zu hören bekommt.

Axel Thin Clients
Igel Thin Clients
Epatec Thin Clients

Unser Exemplar war übrigens ein Terminal von Axel.

Beste Grüße
Hannes Wilhelm